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Es gibt sie noch, die Erfindungen, die das Leben noch lebenswerter machen. Erfindungen, bei denen wir uns fragen, warum ist da niemand früher drauf gekommen? Dahinter stecken meist einfachste Ideen. Hat man die wunderbaren Helfer erst im Haus, möchte man sie nicht mehr missen – und läuft freiwillig und völlig umsonst für sie Reklame. So wie ich jetzt. Ich möchte meine derzeitigen Top 3 genialer Erfindungen vorstellen. Vielleicht schreibt mir jemand seine persönliche Hitliste zurück? Schön wäre es, denn es gibt da draußen mehr als nur drei völlig unterschätzte Erfindungen, die mehr Ruhm und Ehre verdient hätten.

Aber nun zur Sache:

Nummer 1: Ein Bügeleisen mit Frontscheinwerfer. Es hat allen Schnickschnack, ist von einer berühmten Marke, aber allein die Beleuchtung hat in meinem Fall den entscheidenden Kaufausschlag gegeben. Die Lampe lässt sich an- und ausschalten, wie man es gerade braucht. Wer ständig in strahlendem Sonnenschein bügelt, braucht dieses Feature eher nicht. Was aber mit all denen, die a) abends bei schummriger Raumbeleuchtung ihren Krimi oder SAW 35,5 schauen wollen und b) dabei bügeln möchten, weil das die einzige Möglichkeit ist, zwei langweilige Tätigkeiten zu einer halbwegs nützlichen Gesamtsituation zu machen? Mit diesem Bügeleisen passt alles zusammen: Stimmungsvolle Notbeleuchtung und den strahlenden Fokus auf die zu bügelnde Wäsche richten. So wird‘s auch was mit dem Abend.

Nummer 2: Warme Pantoffeln für kalte Füße. Ein Gedicht für die Sinne, besonders wenn man die Pantoffeln nicht nur mit einer Körnermischung füllt, sondern auch noch etwas Lavendel oder eine klitzekleine Prise … hinzufügt. Dicke, mikrowellentaugliche Pantoffeln, unten, oben, rundherum gefüllt mit Körnern und Kräutern, gibt es mittlerweile in vielen Farben und Designs, angeboten von diversen Herstellern. Wer wie ich ständig unter Frostfüßen zu leiden hat, muss sie haben. Eine Stunde an Silvester auf dem Feld – ich habe meine Füße trotz Winterschuhen kaum noch gefühlt und wenn, dann als Schmerz. Zuhause die Pantoffeln rein in die Mikrowelle, heiß anziehen – toll. Nicht, dass die Füße vielleicht etwas schneller wieder zu Sinnen kommen, ist das Highlight. Nein, es ist einfach schön, wenn der Schmerz langsam nachlässt. Und man kann sich drauf verlassen, dass alles wieder in Ordnung kommt.

Und nun Nummer 3: Die Leselotte, einfacher geht’s nicht, wahrscheinlich mag man deswegen kaum glauben, welchen enormen Effekt sie hat, bis man es ausprobiert hat. Eine Leselotte ist ein kleines Kissen und eine klappbare Platte, überzogen meist mit dem gleichen Stoff. Das muss aber nicht sein. Auf diese Platte passt ein Buch ganz wunderbar, der Krimi, das Schulbuch – was man gerade lesen möchte. Links und rechts können die Seiten von gespannten Gummibändern gehalten werden. Aber wozu das Kissen? Dieses ist formbar wie ein klassischer Sitzsack, nur eben viel kleiner. Und wird mit einem Klettband an der Platte gehalten. Buch oben drauf, Kissen unten drunter geknuddelt. Und so ist alles im richtigen und bequemen Lese-Winkel. Wie gesagt, hört sich unspektakulär an – der Effekt ist aber grandios!

Ich freue mich sehr über weitere Erfindungen, die bisher zu wenig im Rampenlicht stehen durften. Danke für jeden Tipp!

 

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