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redkrebs weiß Bescheid
Online-Presseportale richtig nutzen
Teil 7: Was tun, wenn man in Presseportalen verunglimpft wird?
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Von Christin Brix
redkrebs macht täglich neue Erfahrungen mit Online-Presseportalen und Pressearbeit im Allgemeinen. Meist positive. Selten negative. Leider kann es vorkommen, dass PR dazu missbraucht wird, ein Konkurrenzunternehmen oder einen unliebsamen Weggefährten zu verleumden oder zu beschimpfen. Glauben Sie nicht? Ist aber leider so.
So passiert in der vergangenen Woche einem sehr geschätzten Kunden. redkrebs findet: Das ist nicht die richtige und schon gar nicht die feine Art, sich ins Rampenlicht zu rücken.
Die Frage ist: Was kann man tun, wenn solche Meldungen in sämtlichen Presseportalen auftauchen – für jedermann sichtbar und auf ewig archiviert?
Falsche Antwort: Gar nichts. Es wird ja hoffentlich niemand lesen. Außerdem: Wer sucht denn schon nach mir im Internet? Und Google interessieren Online-Presseportale garantiert überhaupt nicht. (Letzterer Punkt ist übrigens so was von falsch.)
Richtige Antwort: In die Offensive gehen. Das muss man sich nicht gefallen lassen.
Der unfreiwillige Praxistest hat gezeigt: Bei Online-Presseportalen arbeiten auch nur Menschen. Man kann sie (meist) per Mail oder Telefon erreichen und ihnen sein Anliegen mitteilen. Die erfreuliche Nachricht: Die Presseportale waren sehr kooperativ.
Hier eine kurze Zusammenfassung unserer Erfahrungen:
- inar.de: Der Geschäftsführer war direkt telefonisch erreichbar. Die Pressemeldung wurde sofort vom Portal genommen. Netter Kontakt.
- fair-news.de: Ein freundlicher Mitarbeiter war telefonisch erreichbar. Die Pressemeldung wurde sofort herausgenommen.
- net-tribune.de: Mitarbeiter hat kurz mit dem Chef Rücksprache gehalten. Kurz darauf kam eine Mail, dass die Pressemeldung gelöscht wurde.
- PresseEcho.de: Zwar war das Portal nur per E-Mail erreichbar, aber dennoch wurde die Pressemeldung zügig gelöscht.
- openPR.de: Das Portal war telefonisch erst nach mehreren Versuchen erreichbar (etwas ärgerlich, da in der Warteschleife bereits 99 Cent pro Minute abkassiert werden). Eine sehr nette Mitarbeiterin hat dann jedoch – nach kurzer Rücksprache mit ihrem Chef – veranlasst, dass die Meldung offline gestellt wird.
Matthias M. Meringer, Eigentümer des Presseportals Pressehof, zu diesem Thema: "Pressehof legt großen Wert auf Qualität. Eingereichte Meldungen werden komplett gelesen und eingehend geprüft. Verunglimpfung von Konkurrenten hat in Pressemeldungen definitiv nichts zu suchen. Derart unprofessionelle Fehler würden bei Pressehof erkannt werden und hätten die konsequente Löschung zur Folge."
An dieser Stelle bedanken wir uns bei den Kollegen von den Online-Presseportalen für die unkomplizierte Zusammenarbeit.
Noch ein Tipp zum Schluss: Sehen Sie bei Negativ-Meldungen über Ihr Unternehmen wenn möglich von einer Gegendarstellung ab. Denn auch negative Schlagzeilen sind bekanntlich Schlagzeilen. Und die wollen Sie Ihrem Gegenspieler nun doch beim besten Willen nicht mehr gönnen, oder? .
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