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Von Michael Hitzek 

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo getextet wird, da fallen manchmal Wörter. Und zwar weg. Unabsichtlich. Bisweilen fallen auch krude Bestandteile von URLs weg. Für uns ist es dann Zeit zuzugeben: redkrebs langt daneben. Gott sei Dank war's in eigener Sache. Trotzdem: Eine Entschuldigung ist fällig.

Höflichkeit ist für redkrebs ungefähr so bedeutend wie der Dalai Lama für den Weltfrieden. Höflichkeit in der Zusammenarbeit mit den Kunden. Höflichkeit im Umgang der redkrebs-Kollegen miteinander. Der Chef zum Beispiel begrüßt jeden Mitarbeiter an jedem Arbeitstag persönlich mit Handschlag. Und auch in der 13. E-Mail zu ein und demselben Thema verzichten wir nicht auf die höfliche Anrede "Hallo Kollege".

Zum Bemühen um Höflichkeit gehören in E-Mails auch aussagekräftige und eindeutige Betreffzeilen. Vor etwas mehr als 14 Tagen war für eine E-Mail an den großen Kunden-Verteiler folgende Betreffzeile geplant: "Neu: der redkrebs 3er, der Newsletter von redkrebs".

Leider hat diese Betreffzeile nie den weiten Weg durchs World Wide Web angetreten. Die Gründe dafür werden redkrebs-intern ähnlich schonungslos analysiert, wie CSU-intern die desaströse Wahlschlappe bei der Landtagswahl in Bayern am vergangenen Sonntag. Dazu (zum Newsletter, nicht zur Wahlschlappe) noch drei Tipps aus eigener Erfahrung:

  • Bei der Bewerbung von neuen Angeboten wie einem Newsletter ist darauf zu achten, dass Bestätigungslinks keinesfalls mit zerstückelter URL versandt werden. Die Bestätigung des Newsletter-Abonnements wird sonst zum nervenaufreibenden Geduldsspiel für Interessenten.
     
  • Vorsicht vor nicht lernwilligen Mail-Clients. Nicht jeder nutzt Outlook oder kann mit Newslettern im HTML-Format etwas anfangen. Schickes Design ist toll. Aber so schnell schaut man gar nicht – und schon ist aus der in einem mehrwöchigen Auswahlverfahren gekürten Newsletter-Schrift Verdana eine öde Times New Roman geworden.
     
  • Warnung auch vor einer allzu künstlerisch-progressiven Gestaltung des Anmeldeformulars. Der jüngste Feldversuch von redkrebs zeigt: Graue Schrift auf grauem Hintergrund kommt nicht bei jedem potentiellen Newsletter-Abonnenten gut an und führt mitunter zum hilflosen Navigieren auf Websites.

Kurz gesagt: Bitte entschuldigen Sie etwaige Unannehmlichkeiten rund um die Bestellung des redkrebs 3ers. Wie versprochen: Die schonungslose Analyse hat bereits begonnen! Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Chef an mindestens zwei Ungereimtheiten nicht ganz unbeteiligt gewesen ist. Höflich ist er trotzdem.

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