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redkrebs weiß Bescheid
Warum die Bildunterschrift so wichtig ist
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Von Michael Hitzek
Print und online: Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, wozu braucht man dann Bildunterschriften? Weil Menschen in den allermeisten Fällen visuelle Typen sind. Wer hier nicht völlig aus der Art geschlagen ist, der schaut zuerst aufs Bild. Deshalb haben die Wörter unter dem Bild eine wichtige Orientierungsfunktion für den Leser.
Da mag die Überschrift noch so knackig sein, noch so elegant oder reißerisch formuliert sein: Das Bild ist der erste Zugang, der erste Weg eines Lesers hinein in den Text. Oftmals entscheidet die Bildunterschrift noch vor der Schlagzeile darüber, ob ein Beitrag weitere Aufmerksamkeit findet.
Bild und Bildunterschrift sollen Leser und User mannigfaltige Erlebnisse verschaffen. Von "um Gottes Willen, wie schrecklich", bis "ach nee, das wusste ich ja noch gar nicht" bis hin zu "ist das aber schön". Beim Texten von Bildunterschriften sind also Sorgfalt und Genauigkeit das Maß aller Dinge.
Eine kleine Checkliste für die gute Bildunterschrift:
- Eine Bildunterschrift sollte kurz sein, nicht länger als drei, vier Zeilen. So kann sich der Leser rasch orientieren.
- Möglichst keine Wiederholung von Überschrift und Vorspann in der Bildunterschrift.
- Nichts als selbstverständlich voraussetzen: Was auf dem Bild zu sehen ist, sollte in der Bildunterschrift auch benannt werden.
- Kurze, einfache Sätze nehmen den Leser bei der Hand.
- Auf dem Foto sind Menschen zu sehen? Dann sollte der Leser ihre Namen erfahren. Und, wo diese Menschen stehen: Von links nach rechts.
- Bitte nicht von der prima Stimmung auf einer Veranstaltung schreiben, wenn alle Menschen auf dem Foto finster drein blicken.
- Und bitte nicht "Blick auf…". Ein Foto zeigt nicht den Blick. Es zeigt einen Gegenstand, eine Landschaft, ein Gebäude.
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