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redkrebs schaut in die Sterne
M… oder F… und natürlich K…
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Von Bernhard Krebs
In wenigen Jahren wird das Internet nicht nur das Leben noch leichter und die Welt noch kleiner gemacht haben – es wird auch die Texte im unerbittlichen Statistik-Brennofen der Suchmaschinenoptimierung so lange geschmiedet und gehärtet haben, bis sich alle Kommunikation endlich auf ihre wesentlichen Informationseinheiten besinnt.
Man erinnere sich an das dramatische Finale aus Loriots Sketch „Fernsehen und Politik“, wenn zwei Politiker mit der Mahnung „Das war zu lang. Bitte etwas kürzer“ zur Essenz der sprachlichen Möglichkeiten getrieben werden. Von „Für Friede und Freiheit in Deutschland“ blieb nur gehauchtes, stimmhaftes „F“ übrig.
Bitte etwas kürzer! Aus der aktuellen Schlagzeile (11. Februar 2009) „Tzipi Livni überraschend gestärkt“ wird ein knallendes „T“, die „Wähler-Umfrage: FDP und das Projekt 18“ verkürzt sich auf ein wachsweiches „W“ und der Spiegel meldet statt „Athleten unter Hausarrest“ ein vielsagendes „A“.
Das war zu lang. Es wird nicht nur eine Herausforderung für die Online-Texter (Wie weit werden sie gehen und kürzen?), es wird auch spaßig, denn: Freilich hat sich in ferner Zukunft auch Google angepasst – und man wird nur noch nach einzelnen Buchstaben suchen können.
Wer dann zum Beispiel M… in die Suchmaske eingibt, wird dann vielleicht keine konkrete Antwort mehr bekommen, aber viel von der Vielfalt des menschlichen Lebens erfahren.
Es wird spannend … nein, natürlich: E!
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