Home arrow redkrebs weiß Bescheid arrow So funktioniert eine Suchmaschine
 

Von Maike Beck 

Suchmaschinen: Wer im Internet etwas Bestimmtes sucht, kommt genauso wenig an ihnen vorbei, wie jemand, der seine Website in den Weiten des World Wide Web (www) gefunden wissen will.

Doch wie funktionieren diese Dinger eigentlich, ohne die wir im täglichen Arbeiten mit dem Internet nicht mehr auskommen? Es gibt verschiedene Arten von Suchmaschinen, die am häufigsten genutzten sind Webkataloge und indexbasierte Suchmaschinen.

Indexbasierte Suchmaschinen wie Google durchforsten mit Webcrawlern (oder auch Web-Spidern) das Internet. Diese Programme sammeln Daten und Keywords von den besuchten Seiten und erstellen so einen Index, nach dem sich die Suchmaschine bei der Bearbeitung einer Suchanfrage richtet. Je öfter das gesuchte Wort auf einer Website vorkommt, desto höher wird die Seite im Index eingestuft und so auch schneller gefunden.

Diese Art der Suche birgt das Risiko, dass Websitebetreiber im Bemühen um möglichst viele Besucher ihre Seite nur noch mit Keywords füllen, ohne einen tatsächlichen Inhalt zu bieten. Deshalb benutzt Google zusätzlich den so genannten PageRank. Der PageRank wird ebenfalls über Webcrawler ermittelt. Diese starten ihre Suche auf ausgesuchten Websites im Internet und folgen den Links auf diesen Seiten, um wiederum den Verlinkungen der so erreichten Seiten zu folgen. Je öfter eine Website von einem Webcrawler auf diese Weise besucht wird, also je öfter von anderen Websites auf diese verlinkt wird, desto höher wird diese im PageRank eingeordnet.

Auch wenn es etwas umständlich scheint: Diese Suchmethode hat durchaus Vorteile: Dem Suchenden bleiben inhaltlose Websites weitgehend erspart. Zudem sind die Suchergebnisse durch den häufigen Einsatz der Webcrawler sehr aktuell.

Betreiber von Websites haben eine ehrliche Chance, durch einen guten Aufbau und etwas PR einen hohen PageRank für ihre Seite zu erreichen.

Der Nachteil: Maschinen sind dumm. Eine Website mit tollen Inhalten wird vielleicht nicht angezeigt, weil zu wenige andere Seiten darauf verlinken. Und so wird ein Suchender nicht immer auf Anhieb fündig werden.

Webkataloge wie Yahoo sind quasi die Gelben Seiten des Internets. Websites und -inhalte werden redaktionell zusammengetragen und gepflegt. In den Anfangszeiten des WWW konnte man solche Verzeichnisse auch noch als Printkatalog im Buchhandel erhalten.

Für den Suchenden bieten Webkataloge einen entscheidenden Vorteil: Durch die händische Auswahl der Inhalte sind die Suchergebnisse zwar weit weniger umfangreich, dafür jedoch qualitativ meist um einiges besser als die einer normalen Suchmaschine. Zusätzlich wird dort oft auch auf weiterführende verwandte Themen der gestarteten Suchanfrage verwiesen. Auch eine weitere Einschränkung der Suchergebnisse gehört oft zum Angebot.

Für den Betreiber einer Website hat ein Eintrag in Webkatalogen gleich zwei Vorteile. Zum einen wird seine Seite in den Katalogen - bei guter Qualität der Inhalte - schnell gefunden. Zum anderen bietet der Eintrag dort eine weitere Verlinkung zur eigenen Seite, wodurch auch das Pageranking in anderen Suchmaschinen verbessert wird. Der Nachteil: Nur ein kleiner Bruchteil der im Internet existierenden Seiten kann von den Redaktionen der Webkatalogen gelesen und gewertet werden. Zudem kann es lange Zeit dauern, bis eine Seite erneut besucht wird und aktuelle Inhalte übernommen werden können.

Für Suchende wie Websitebetreiber gilt daher: nicht gleich die Flinte ins Korn werfen!

Die gesuchten Informationen finden sich vielleicht nicht in den ersten fünf Suchmaschinen-Treffern. Aber es lohnt sich, weiter zu klicken. Manchmal lassen sich so wahre Perlen finden.

Beschäftigen Sie sich eingehend mit dem Aufbau und den Inhalten Ihrer Website. Reden Sie mit anderen Webmastern, schließen Sie Partnerschaften mit gegenseitigen Verlinkungen und schreiben Sie die Redaktionen der Webkataloge an – die Mühe lohnt sich!

    « zurück zur Übersicht